Referendarinnen und Referendare erhalten Erholungsurlaub entsprechend der Verordnung über die Freistellung wegen Mutterschutz für Beamtinnen und Richterinnen, Eltern- und Pflegezeit, Erholungs- und Sonderurlaub der Beamtinnen und Beamten und Richterinnen und Richter im Land Nordrhein Westfalen (Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW -  FrUrlV NRW)  in der jeweils geltenden Fassung. Referendarinnen und Referendare, deren Erwerbsfähigkeit nicht nur vorübergehend um wenigstens 50 v. H. gemindert ist, erhalten einen Zusatzurlaub.

Der Erholungsurlaub soll im Laufe des Urlaubsjahres nach Möglichkeit voll ausgenutzt werden. Der Erholungsurlaub kann geteilt werden, soweit dadurch der Urlaubszweck nicht gefährdet wird (§ 19 Abs. 1 FrUrlV NRW).

Da nach § 32 Abs. 5 JAG NRW der Erholungsurlaub auf den Ausbildungsabschnitt anzurechnen ist, in dem sich die Referendarin oder der Referendar zur Zeit des Urlaubs befindet, ist der Erholungsurlaub so zu nehmen, dass auf den ersten Ausbildungsabschnitt (Zivilgericht) höchstens drei Wochen, ansonsten auf dreimonatige Ausbildungsabschnitte höchstens zwei Wochen und auf längere Ausbildungsabschnitte höchstens ein Monat Erholungsurlaub anzurechnen ist.

Erholungsurlaub kann für folgende Zeiten nicht erteilt werden:

  • während der ersten drei Ausbildungsmonate

  • während der Einführungslehrgänge

  • während der Zeit der Fertigung der Aufsichtsarbeiten gem. §§ 51 Abs.1, 53 JAG NRW.

Erholungsurlaub für die Zeit nach den Klausuren der zweiten juristischen Staatsprüfung kann nur unter dem Vorbehalt bewilligt werden, dass die Examensklausuren termingerecht abgewickelt werden können.

Von Ausnahmen abgesehen, die von der Referendarin oder dem Referendar im Einzelfall zu begründen und erforderlichenfalls gegenüber der Referendarabteilung glaubhaft zu machen sind, soll Erholungsurlaub von weniger als einer Woche nicht erteilt werden, wenn in dem betroffenen Zeitraum Arbeitsgemeinschaften stattfinden.

Urlaub, der nicht innerhalb von 15 Monaten nach Ende des Kalenderjahres in Anspruch genommen worden ist, verfällt (§ 19 Abs. 2 FrUrlV NRW). Erholungsurlaub für das dritte Jahr des Vorbereitungsdienstes muss spätestens einen Monat nach Beendigung des 24. Ausbildungsmonats erteilt und genommen sein.

Das Urlaubsgesuch soll grundsätzlich von der Ausbilderin oder dem Ausbilder abgezeichnet werden.

Wird der Urlaub nicht rechtzeitig bewilligt, ist die Referendarabteilung der Stammdienststelle zu verständigen. Der Urlaub darf vorher nicht angetreten werden.