Bereich A
Angelegenheiten der Organisationsentwicklung, des Qualitätsmanagements und der Steuerung:

Die Tätigkeit in der Justiz gestaltet sich seit Jahren zunehmend dynamisch und komplex. Neben einem kontinuierlichen Zuwachs an Aufgaben im Tagesgeschäft sieht sich die Justiz fortwährend Veränderungen und neuen Herausforderungen etwa in Gestalt grundlegender Projekte (z.B. der Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs oder der elektronischen Akte) ausgesetzt. Die Organisationsentwicklung hat die Verbesserung der organisatorischen Leistungsfähigkeit zur Erfüllung der an die Justiz gerichteten Ansprüche und Bewältigung der Aufgaben unter größtmöglicher Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ziel. In diesem Bereich werden die Gerichte auch durch die interne Organisationsberatung mit ihren speziell qualifizierten Beraterinnen und Beratern unterstützt (vgl. Bereich C).

Im Rahmen des Qualitätsmanagements soll Optimierungspotenzial ermittelt werden, um konkrete Veränderungsprozesse vor Ort anzustoßen. Dabei werden nicht nur die Optimierung von Arbeitsabläufen und der Wissensaustausch in den Blick genommen, sondern überdies eine Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Diesem Ziel dient die Stärkung der Verantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Entwicklung eines modernen Veränderungsmanagements, indem ihnen die Möglichkeiten einer aktiven Mitgestaltung aufgezeigt werden.

Bereich B
Organisationsangelegenheiten der Verwaltungsmodernisierung

Zu den dem Dezernat 9 zugewiesenen Aufgaben gehören auch die Förderung und Begleitung innovativer Ansätze und neuer Verfahrensweisen in der Justiz. Das betrifft insbesondere die innerbehördliche und behördenübergreifende Umsetzung bei der Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs, der elek­tronischen Akte sowie bezirksbezogene Organisationsangelegenheiten im Zusammenhang mit der Zentralisierung des IT-Betriebs des Landes.

Bereich C
Interne Organisationsberatung

Dem Oberlandesgericht Köln (Dezernat 9) dienstrechtlich angegliedert ist die Interne Organisationsberatung (IOB). Die IOB ist ein wichtiges Instrument zur Organisationsentwicklung. Sie wird vom Oberlandesgericht als Dienstleistungsangebot vorgehalten. Ihre Aufgabe ist es, die Gerichte im Oberlandesgerichtsbezirk Köln bei der Planung und Durchführung ihrer Organisationsentwicklungsmaßnahmen zu unterstützen und zu begleiten.

Die Tätigkeitsschwerpunkte der IOB beziehen sich derzeit insbesondere auf folgende Themenfelder:

  • Verbesserung der internen Kommunikation,
  • Konfliktmanagement,
  • Teambildungsprozesse,
  • Coaching von Mitarbeitern und Führungskräften,
  • Supervisionen,
  • Gesundheitscoachings,
  • Arbeitsdruck und Stress, Zeitmanagement,
  • Analyse und Optimierung von Arbeitsabläufen,
  • Begleitung von Veränderungsprozessen (z. B. bei der Einführung neuer Fachverfahren oder Arbeitsmittel),
  • Leitung von Gesprächsgruppen,
  • Moderation und
  • interne Schulungen.

Die Beratungstätigkeit, im Rahmen derer die Beraterinnen und Berater inhaltlich unabhängig und auch gegenüber dem Oberlandesgericht zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, beruht auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit: Die IOB kann von der jeweiligen Behördenleitung oder Geschäftsleitung bei der Leiterin der Beratergruppe angefordert werden.